Rund ums Walberla
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Das Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz


Der Tafelberg mit seinem kahlen Hochplateau ist schon von weitem sichtbar. Er hebt sich mit seinen beiden Dolomitfelspartien deutlich von der Regnitztalebene ab. Die Ehrenbürg mit ihren beiden Anhöhen, dem Walberla (512 Meter) und dem Rodenstein (530 Meter) überragt mit seinen steilen Hängen weithin die Landschaft. Der Berg - ein stark beanspruchtes Ausflugsziel - hat eine reiche geschichtliche Vergangenheit.
Das eineinhalb Kilometer lange und dreihundert Meter breite Bergmassiv bot mit seinen Mulden einen idealen natürlichen Schutz. Bereits in der Stein- und Bronzezeit lockte diese günstige Lage Menschen an. Bereits in der Hallstattzeit wurden Bereiche des Berggipfels befestigt.
500 Jahre vor Christus erlebte des Walberla den Höhepunkt seiner Geschichte. Damals war der Berg Mittelpunkt der Region durch den Schutz, den die Wehrmauern boten.
Der ehemalige heidnische Kultplatz entwickelte sich zum Wallfahrtszentrum. Ungefähr im 13. Jahrhundert soll die Walpurgiskapelle gebaut worden sein. Das schmucklose Kirchlein steht noch heute nach zahlreichen baulichen Veränderungen auf dem kahlen Plateau des Walberla´s. Es ist die einzige Sehenswürdigkeit, die aus der Geschichte übriggeblieben ist

Alljährlich findet daher auf dem Walberla das sogenannte Walberlafest Anfang Mai statt. Religionswissenschaft und Volkskunde, christliche Überzeugung und mythologische Überlieferung treffen sich, wenn die historische Walburgiskapelle und die Frage nach dem Alter des alljährlich von vielen Tausenden - fünfzigtausend sind keine Seltenheit - besuchten Walberlafestes am ersten Sonntag im Mai, ins Gespräch kommen. Und in unterschiedlicher Weise beleben die zahlreichen Attribute des Festgeschehens die Phantasie:
Die Markt- und Schaubuden, die Schankstellen, die Bratwurst- und Heringsstände, die schmetternde Blechmusik, die jubelnden Ausgelassenheit, vielleicht auch der Türkische Honig und das erfrischende Fruchteis,, zu Großvaters Zeiten waren es noch Bärendreck und Süßholzringe, die vielbegehrten Lebkuchenherzen, aber ebenso die stille, morgendliche Einkehr in der alten Bergkapelle und der himmelhoch ragende Maibaum mit seinem bunten Bändergewirr, womit der frische Bergwind sein übermütiges Spiel treiben darf.
Die Attraktivität des Walberlas macht die eimalige Lage aus. Man hat einen tollen Ausblick über das gesamte Wiesenttal und Regnitztal bei Forchheim. Dementsprechende Menschenmassen sind an Sommer-Wochenenden am Walberla zu finden. Die Drachenflieger benutzen das Hochplateau als Startplatz und die Bergsteiger finden jeden Schwierigkeitsgrad.
Das Walberla ist landschaftlich sehr interessant. Seltene Pflanzen, die sonst nirgendwo mehr wachsen, machen den Berg zur Naturattraktion. Bis vor ein paar Jahren brütete noch der Wanderfalke. Der seltene Uhu ist am Walberla zu Hause, brütet jedoch durch die vielen Bergsteiger in den Felswänden meistens erfolglos. Der einmalige Inselberg wurde zum Naturschutzgebiet.


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