Burgruine Neideck


Burgen u. Schlösser

Burgen u. Schlösser charakterisieren die Landschaft Oberfrankens in besonderem Maße, in der Fränkischen Schweiz bilden sie sogar das Aushängeschild einer Region. Von den hier einst errichteten 149 Wehranlagen ist zwar heute der größere Teil nicht mehr erhalten, doch zeugen die vorhandenen Baudenkmäler von der Geschichtsträchtigkeit dieses Landstrichs. Wildromantisch liegt die Burgruine Neideck auf einer Felnase über dem Wiesenttal. Einstmals war sie die Hauptburg des mächtigen Geschlechts der Schlüsselberger, aber die Markgrafen und Fürstbischöfe waren stärker. Graf Konrad sollte der letzte sein. Nach einem Streit mit den mächtigen Markgrafen von Nürnberg und den Würzburger Bischöfen wurde die Burg belagert und Konrad von einem Wurfgeschoß "erworfen". Auslöser des Streits war die Erhebung eines Wegzolls bei Streitberg. Sie fiel daraufhin in die Hände der Bamberger Bischöfe. Bis 1553 bleibt die Burg Sitz der Bamberger Reginonalverwaltung. Während des 2. Markgrafenkrieges wird sie von Anhängern der Markgrafen Brandenburg/Kulmbach zerstört.
2. Markgragenkrieg:1541-1553 Da es A. Achilles nicht gelungen war, Nürnberg in die Knie zu zwingen, unternahmMarkgraf A-Alcibiades im 2. Markgragenkrieg erneut den blutigen Versuch und stürzte Franken wiederrum in heillose Zerstörung, ohne daß die Narben, die der Bauernkrieg hinterließ, ver- heilt gewesen wären. Zunächst belagerte der Markgraf das mächtige Nürnberg, sodann überfiel er Bamberg, und der Bischof mußte zusehen, wie mehr als die Hälfte seines Territoriums -darunter Gößweinstein,Waischenfeld,Neideck und Forchheim- sich der Markgraf aneignente.

Neideck in neuem Licht (Oktober 2000)

Archäologische Ausgrabungen enthüllen das wahre Alter. Bisher galt hierzulande, dass die Burg Neideck um das Jahr 1200 herum entstanden sei, als unumstößlich. Nun aber hat der vom Landkreis angeheuerte Mittelalterarchäologe Thomas Platz entdeckt, das es schon vierhundert Jahre früher auf dem Felsplateau einen Herrschaftssitz gegeben haben muß, der möglicherweise in engem Zusammenhang mit dem karolingischen Königshof in Forchheim stand.

- offizielle Seite zur Neideck
- Bericht in NN

back