Gedicht 11

Augen

Augen koennen traurig oder froehlich sein; egal ob sie gross
sind oder klein; sind Spiegel der Seele statt Stimme der Kehle;
koennen aufheitern und verletzen Ihre Sprache kann man uebersetzen; lassen einen immer wieder anders sehen; vom Kopf bis zu den Zehen; koennen verliebt sein oder hassen Nur schwer kann ich von manchen lassen; koennen verunsichern und bestaerken oder helfen uns beim Merken. Dichter lehren uns, die Welt mit anderen Augen zu sehen; auch ohne Kampf durchs Leben zu gehen.Von Erinnerung umraendert, durch Vergangenheit veraendert. Gruene und Blaue lassen sich am besten deuten. Die, der uns bekannten Leuten einen "Augenblick" habe ich mir ins Gedaechtnis geschrieben. So schoen war er - fast zum verlieben. Kunstvoll, schoen - gezeichnet vom Leben sind sie uns gegeben. Mancher vermag sie sicher zu lesen, die Augen vom individuellen Wesen


Robert Quetsch

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